Geschichte

1878

Robert Leicht legt den Grundstein zu Schwaben Bräu. Er kaufte in Vaihingen auf den Fildern zusammen mit seinem Schwiegervater, dem Brauereibesitzer Widmaier die Gaststätte „Zum Ochsen“ und begann dort mit 45 Arbeitern den Bau von Kellern und einer Brauerei.

geschichte21879

Ein Jahr später kam aus dem bescheidenen 15-Zentner-Sudwerk, betrieben mit einer gebraucht gekauften 6 PS-Dampfmaschine das erste Bier. Ein einspänniger Leiterwagen bildete den ganzen Fuhrparks des kleinen Familienunternehmens.

1885 ff.

Robert Leicht war ein fortschrittlicher schwäbischer Schaffer, offen für technische Neuerungen, so dass die Brauerei sehr bald elektrisches Licht (erste private Elektrizitätswerk Württembergs), eine Eismaschine zur künstlichen Kühlung, eine Drahtseilbahn und vieles mehr besaß.

1897

Als erstes Bier Deutschlands wird Schwaben Bräu motorisiert ausgeliefert – mit einem Lastkraftwagen aus dem Hause Gottlieb Daimler.

1903

Robert Leicht errichtete seine erste eigene Abfüllanlage für Bier.

1921

In diesem Jahr starb der hochverdiente Gründer und der Sohn Robert Leicht jr. übernahm die Leitung der Brauerei mit der gleichen Schaffenskraft wie sein Vater.

1930 ff.

Sudkessel aus Kupfer. Heute sind unsere Kessel aus V2A-Stahl. Diese sind hygienischer und besser zum Reinigen.

1939-1945

Schwere Zeiten brechen an. Auch an der Brauerei geht der 2. Weltkrieg nicht spurlos vorüber. Doch Leicht lässt sich nicht unterkriegen: Nach Kriegsende wird die schwer beschädigte Brauerei mühevoll wieder aufgebaut.

1951

Der Kurs steigt. Die Brauerei Robert Leicht wird zur Aktiengesellschaft (AG).

1970

Schwaben Bräu bleibt auf Erfolgskurs. Die größte Abfüllanlage der Welt steht ab jetzt auf dem Vaihinger Brauereigrundstück und macht Schwaben Bräu zum bekannten „Hektomillionär“.

1977

Schwaben Bräu wächst. Die Brauereien Sigel aus Pfullingen und Bräuchle aus Metzingen/Nürtingen werden in das Stuttgarter Familienunternehmen integriert, die Produktion wird erweitert.

1992

Jetzt wird gebügelt. Ab sofort gibt´s Das Echte, Das Urtyp und Das Meisterpils in der typischen Bügelflasche und die Marke Schwaben Bräu wird zu dem, was sie heute ist: erfolgreicher Vorreiter und Impulsgeber im Bereich der Bügelflaschen-Spezialitäten.

1994

Gemeinsam stark. In Stuttgart-Weilimdorf wird die Dinkelacker-Schwaben Bräu-Logistik in Betrieb genommen und der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Dank dem Engagement der Brauereien-Mitarbeiter wird das Pilotprojekt schon nach kurzer Zeit zum Paradebeispiel für zukünftige Kooperationen.

1996-1997

Jetzt ist es offiziell. Die beiden großen Stuttgarter Traditionsbrauereien Dinkelacker und Schwaben Bräu schließen sich zusammen – die Vaihingener Produktion wird in die Tübinger Straße in Stuttgart verlagert.

1998-1999

Auf eine goldene Zukunft. Die bestreiten die beiden Brauereien nicht nur gemeinsam, sondern auch mit allerneusten Anlagen: Schon bald nach der Fusion werden in der Tübinger Straße modernsten Gär- und Lagertanks installiert.

2000

Mundart, Herz und Bügel. Mit dem Start der Werbekampagne „Schwaben Bräu – fließend schwäbisch“ in lautmalerischem Dialekt festigt die Brauerei ihre Position als urschwäbische Traditionsmarke.

Eine echte Herzensangelegenheit: Mit dem beliebten dictionärle sowie der Zusammenarbeit mit dem Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V. und mund.art e.V. zeigt sich Schwaben Bräu langfristig als Verfechter des sympathischen schwäbischen Dialekts.

2003

Auf uns! Zum 125-jährigen Jubiläum erscheint der 1,25 Liter Jubiläumskrug. Für jeden Volksfest-Besucher heißt das ein „Viertele“ aufs Haus.

2007

Endlich wieder im „Ländle“. Wolfgang Dinkelacker, Urenkel des Firmengründers Carl Dinkelacker, kauft Dinkelacker-Schwaben Bräu aus dem weltgrößten Braukonzern Inbev zurück in die Selbständigkeit.

2008

Ein starkes Jahr. Mit der neuen Starkbierspezialität Heller Bock fließt das bislang stärkste Bier von Schwaben Bräu aus dem Kessel. Für Bierkenner ein echter Genuss und nur in der Saison – Anfang Dezember bis Ende Mai – erhältlich.

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2010

Wie in guten alten Zeiten. Der erste Schwaben Bräu Bockbieranstich findet statt und wie es Brauchtum ist, steht die erste Maß des besonderen Bockbiers einem der Stadtväter zu: bei der Premiere nimmt Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll den Hammerschlag vor.